Feuerwehr: Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement
Shownotes
Wenn der Melder geht, bleibt keine Zeit zum Zögern. Doch Feuerwehr bedeutet weit mehr als Brände löschen und Einsätze fahren.
In dieser Folge von Stille Helden spricht Gastgeberin Melanie Scharfe mit Darleen Heusmann, Feuerwehrfrau der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Syke und Jugendwartin. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen der Freiwilligen Feuerwehr und sprechen über das, was viele Menschen gar nicht sehen: die Nachwuchsarbeit, die Kameradschaft, die Verantwortung und die unzähligen Stunden ehrenamtlichen Engagements.
Darlene erzählt von ihrem ersten Einsatz, dem Weg von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr und davon, warum Teamgeist bei der Feuerwehr über alles geht. Außerdem sprechen wir darüber, wie junge Menschen für das Ehrenamt begeistert werden können, welche Rolle Frauen heute in der Feuerwehr spielen und warum Fehler machen oft der wichtigste Teil des Lernens ist.
Eine Folge über Mut, Gemeinschaft und Menschen, die bereit sind, jederzeit für andere da zu sein.
Stille Helden ist ein Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung. Produktion dieser Folge: Melanie Scharfe. Feedback und Anregungen gerne an podcast@kreiszeitung.de.
Impressum: https://www.mediengruppe-kreiszeitung.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Stiller Helden.
00:00:18: Heute habe ich wieder einen ganz tollen Gast bei mir, und zwar die liebe Darlene Häusmann!
00:00:22: Sie ist Feuerwehrfrau aus Leidenschaft – und darüber wollen wir heute so ein bisschen quatschen weil... Feuerwehr bedeutet viel, viel mehr wie ich schon gelernt habe als einfach nur blaue Licht und so ein Wasserschlauch.
00:00:34: Und darüber wollen wir heute ein bisschen quatschen.
00:00:37: Du bist ja etwas Spezielleres bei der Feuerwehr.
00:00:41: Du wirst nicht einfach nur irgendeine Feuerwehrfrau, du hast auch einen besonderen Auftrag!
00:00:46: Wenn du das mit einem Satz beschreiben müsstest... Wie würdest du diesen Satz zusammenbauen?
00:00:53: Schierig
00:00:53: Ja, ich weiß.
00:00:54: Da bin ich auch bekannt für meine schwierigen Fragen.
00:01:00: Das fängt ja gut an hier!
00:01:04: In einem Satz bei der Feuerwehr bin ich Jungwarten und kümmer mich eigentlich um die Nachwuchsarbeit.
00:01:11: Siehst du es doch im Super-Satz?
00:01:12: Ja, das ist so schön.
00:01:14: Aber wir lassen uns erst mal ein kleines bisschen bei dir anfangen.
00:01:17: Warum freiwillige Feuerwehr?
00:01:19: Wie kommst Du dazu?
00:01:21: Eigentlich würde ich sagen, mir wurde das Ganze in die Wiege gelegt.
00:01:26: Mein Opa war bei Feuerwehr und mein Papa auch.
00:01:27: Mein Onkel ist bei Feuerwehre und meine Schwester auch.
00:01:30: Somit war für mich eigentlich mit zehn klar... Ich gehe in die Jugendfeuerwehr!
00:01:34: Das stand eigentlich gar nicht zur Debatte.
00:01:36: Ja also klar wenn die ganze Familie natürlich drin ist dann wird man da halt einfach so reingeboren irgendwie.
00:01:41: Genau.
00:01:42: Das war aber trotzdem doch sicherlich harte Arbeit oder?
00:01:45: Also ich stelle mir das immer so vor, dass man als Kind da gibt es ja auch irgendwie so Sachen die man machen muss.
00:01:50: Es ist ja auch harte arbeit oder?
00:01:52: Oder steckt schon eine ganze Menge hinter.
00:01:54: also Ich bin mit zehn eingetreten und in der Jugendfeuerwehr dann Wettbewerbe und Sport sehr spielerisch und spaßig das Ganze Genau.
00:02:05: und mit sechzehn fängt dann ein bisschen Ja das richtige Feuerwehrleben an.
00:02:11: Das heißt, man tritt in die aktive Wer-Über und fängt die ersten Lehrgänge an.
00:02:18: Macht sowas wie Truppmann eins also die erste wirklich Einsatzausbildung.
00:02:22: Sprechfunker Genau beschäftigt so mit den ersten Lehr gängen und kann so auf die Ersten Einsätze fahren genau.
00:02:30: Und dann habe ich noch bis achtzehn die Jugendfeuerwehr weitergemacht und mit achtzehnt hieß es dann jetzt mich voll und ganz in der aktiven Aufregend.
00:02:39: Da bin ich mit achtzehn auch ins Betreuer-Team rüber gewechselt.
00:02:43: Das heißt, ich gehörte nicht mehr zu den Kleinen sondern war jetzt dafür verantwortlich auf die Kids aufzupassen.
00:02:49: eigentlich.
00:02:50: Und du hattest ja gesagt dass du jetzt Jugendwarte
00:02:52: bist?
00:02:53: Ja genau
00:02:53: Dafür musst du bestimmt auch irgendwelche Fortbildung und so weiter machen weil Kinderbetreuung und Kinderausbildung ist doch sicherlich auch schwierig
00:03:00: Genau.
00:03:01: also Besonders wichtig ist die Juleiker.
00:03:04: Ich habe den Vorteil, dass ich beruflich in dem Feld arbeite.
00:03:08: Dementsprechend passt das ganz gut für mich.
00:03:10: aber ansonsten ist ausschlaggebende Juleiker, die eigentlich auch alle Jugendwarte haben.
00:03:15: Für die Person, die diese Juleika nicht kennen?
00:03:17: Ich persönlich kenne sie zufällig durch meiner Vergangenheit.
00:03:19: Magst du das einmal erklären was es ist?
00:03:22: Ja, das ist eine Jugendleiter-Kart.
00:03:24: so heißt es im Endeffekt lang und da werden... vor allem so rechtliche Themen besprochen und der Umgang mit Jugendlichen.
00:03:32: Es gibt so ein Grundseminar, wo das dann alles thematisiert wird.
00:03:37: Welche Pflichten hat man?
00:03:38: Worauf muss man achten?
00:03:39: Was ist
00:03:39: wichtig?".
00:03:40: Und da gibt es noch ein paar praktische Zusätze, wo es darum geht was kann man vielleicht auch mal gestaltoresch machen?
00:03:47: welche Möglichkeiten gibt's in der Jugendarbeit?
00:03:50: wie kann man das ausbauen?
00:03:52: Super ich danke dir nur halt für unsere Zuhörerinnen und zuhörern.
00:03:56: Und Zuschauerende ja auch, das ist jetzt auch mit dem Videopodcast mal so ein ganz anderes Ding?
00:04:00: Ja!
00:04:00: Ich gehe nochmal ein bisschen zurück wieder zur eigentlichen Feuerwehr.
00:04:05: Kannst du dich an dein allerersten Einsatz erinnern?
00:04:08: Absolut!
00:04:09: Also der... ich glaube es geht auch allen so die den ersten Einsatz hat man einfach irgendwie im Kopf.
00:04:18: dass ich zu Hause ganz nervös ins Auto gestiegen bin und gesagt habe, ich trau mich jetzt.
00:04:21: Ich fahre jetzt und bin am Gerätehaus angekommen, hab mich umgezogen, bin in die Fahrzeughalle und hab tatsächlich es geschafft aufs zweite Auto.
00:04:29: Und wir sind zu einem Schuppenbrand gefahren... ...und ich glaube, ich war mein ganzes Leben noch nie so nervös
00:04:37: wie
00:04:38: auf der Anfahrt.
00:04:39: Genau!
00:04:40: Dann sind wir angekommen aus dem Auto gestiegen und ich muss ehrlich sagen, ich hatte keine Ahnung was ich tun muss.
00:04:51: Ich wusste nicht wo es lang geht!
00:04:52: Ich war noch super jung, total unerfahren... Und
00:04:57: ich hatte etwas überfordert einen ja auch total ne?
00:05:00: Du weißt ja klar ihr kriegt sicherlich eure Infos was da in etwa passiert ist.
00:05:04: aber letztendlich ist das immer nur Überraschung was genau eigentlich da ist.
00:05:08: definitiv wenn man da einen kühlen Kopf bewahren kann.
00:05:12: Ich ziehe wirklich meinen Hut vor, ich wäre auch völlig total überfordert.
00:05:15: Ja gerade in jungen Jahren also wenn man die ersten Einsätze fährt... Man hat das theoretische Wissen und vielleicht auch schon ein bisschen praktisch was in Übungen gemacht.
00:05:22: aber im Endeffekt ist ein Einsatz natürlich noch mal etwas anderes als eine Übung.
00:05:27: Ich hatte glücklicherweise einen ganz tollen Gruppenführer der mir alles erklärt hat oder alles gezeigt hat nebenbei Das war schon gut und durfte viel beobachten Ja, aber er bleibt im Kopf.
00:05:37: Und man lernt ja auch einfach draußen und du hast für dich sicherlich ganz viele Sachen mitgenommen.
00:05:41: wie kann ich gegebenenfalls das nächste mal reagieren?
00:05:45: Mit welchen Situation wirst Du denn so am häufigsten eigentlich konfrontiert?
00:05:51: Also ich würde sagen eine Einsatzabteilung das meiste was wir haben sind Prangeldeanlagen Oder Unterstützung des Rettungsdienstes durch zum Beispiel eine Tragehilfe oder auch Türöffnung.
00:06:05: Also sowas wie Verkehrsunfälle und Brände sind tatsächlich eher selten?
00:06:09: Ja, zum Glück!
00:06:13: Das mit der Türöffnungen habe ich schon ganz oft bei uns in einer Zeitung gelesen, dass da einfach die Feuerwehr zur Hilfe geholt wurde
00:06:19: um
00:06:19: irgendwie... Was macht ihr das auf?
00:06:21: Mit so einem Brecheisen?
00:06:23: Ja genau, beim Halligentul.
00:06:25: Das ist einfach nur Interesse jetzt gerade.
00:06:29: Wie schwer ist es denn für dich eigentlich, jederzeit bereit zu sein?
00:06:32: Weil... Es kann ja jetzt gerade in diesem Moment wo wir hier aufnehmen, kann ja theoretisch auch die Alarm losgehen und dann kann ich nur sagen tschüss!
00:06:39: Ja das war's mit der Folge.
00:06:42: Ich finde das ganz situationsabhängig und ich glaube da gehts auch jeder Person unterschiedlich.
00:06:48: Für mich zum Beispiel ist es ganz schwierig nachts aus dem Bett zu kommen.
00:06:53: Also wenn der Meldern nachts geht und ich aufwache, dann brauche ich immer erst mal kurz umzu verstehen okay was läutet hier gerade?
00:07:00: warum bin ich wach?
00:07:02: Was brauche Ich?
00:07:03: Hose Schuhe Socken Und das irgendwie dann so grade ausm schlaf gerissen Ja zu organisieren Das finde ich schon schwierig und manchmal gibt es natürlich Momente wo du grad ein schönes Abendessen hast oder mit der Familie oder Freunden bist.
00:07:20: aber Das ist auch ein Stück weit Gewohnheit.
00:07:22: Also mein Freund zum Beispiel unterstützt mich ganz stark, der hält mir immer schon den Schlüssel und das Handy hin... Wie
00:07:27: süß!
00:07:28: Das ist so schön!
00:07:28: Genau, er weiß immer schon ganz genau, ah so und so läuft es.
00:07:31: Und ich glaube, dass geht den meisten so.
00:07:34: Man wächst irgendwie damit rein und auch als Partner wächst man damit rein.
00:07:38: aber so im Alltag ist es für mich irgendwie selbstverständlich ... der Melder geht und ich fahr zum Einsatz.
00:07:43: Und es geht los?
00:07:43: Ja, genau!
00:07:44: Aber ich find das auch toll, wenn wirklich Freunde... ... und Familie oder Partner so was natürlich akzeptieren.
00:07:49: Und dann auch hinter dir stehen ist doch mega toller.
00:07:51: Das ist ja wirklich der Bestfall den du dann hast.
00:07:52: Ja, doch.
00:07:56: Gibt es denn Einsätze oder Themen in der Jugendarbeit die lange im Kopf geblieben sind?
00:08:03: Also es gibt immer wieder Themen, die einem lange im Kopf schwören.
00:08:07: Bei Einsätzen hatte ich bisher das Glück noch nicht...
00:08:10: so
00:08:12: schlimmer Einsätze gehabt zu haben.
00:08:14: Natürlich, das was wir erleben ist meistens nicht schön.
00:08:18: Das ist einfach so... Aber nichts wo ich sage, dass geht in der Schleife immer wieder im Kopf rum.
00:08:27: Wobei manchmal macht man vielleicht einen Fehler oder es ist eine herausfordernde Situation.
00:08:30: Es bleibt einem natürlich auch im Kopf weil man gibt seinen Bestes und will sein Bestes geben.
00:08:36: Genau und in der Jugendarbeit.
00:08:38: Wir arbeiten lange mit den Kids zusammen also Das ist schon so, man merkt mit welchem Gemüt sie zum Dienst kommen und wie es denn gerade geht.
00:08:48: Manchmal kommen sie von sich aus zu uns, manchmal fragen wir auch nach hey was ist los?
00:08:51: Das kann von A bis Z alles sein, manchmal ist das Streit der Eltern, Stress in der Schule oder irgendwie mit Freunden ärger.
00:09:01: Und das bleibt einem schon im Kopf weil die Kids mir und meinem Team halt auch am Herzen liegen.
00:09:10: Aber da gucken wir immer gemeinsam, okay wie kann man das lösen?
00:09:12: und wie kann auch einfach eine schöne Zeit verbringen abseits vom Schulstress.
00:09:16: Und was sonst so privat läuft?
00:09:19: Ich finde bei Jugendarbeit ist es immer so... Ich bin privat auch in einer Jugendarbeit tätig gewesen.
00:09:24: Und es ist halt so krass, weißt du?
00:09:26: Zuerst hast du da die fünfjährigen kleinen Stöpsel rumlaufen und plötzlich sind die achtzehn erwachsen!
00:09:30: Er war ja bei dir sicherlich damals aus.
00:09:32: Die kannten dich ja damals sicherlich auch als kleine Darlin, die da immer rumgerannt ist...
00:09:36: ...und
00:09:36: plötzlich ist sie die Jugendwartin bei der Feuerwehr.
00:09:39: Ja das ist mein damaliger Jugendwart.
00:09:44: Als ich ihm erzählt habe dass ich jetzt Jugendwartin bin oder zu den Zeiten noch stellvertretende Jugendwarten war er ganz erschrocken weil er mich auch mit zehn elf zwölf kennengelernt hat oder mich da in der Zeit erlebt hat.
00:09:55: Und ich habe das tatsächlich manchmal, dass ich denke nach dem Zeltlager haben wir so eine Dienstpause zur Sommerferienpause und dann kommen die drei vier Wochen später wieder und ich frage mich immer gerade bei den Jungs was sie für einen Schuss gemacht haben in der kurzen Zeit?
00:10:10: Ja das geht ja ganz schnell!
00:10:13: Wie geht man denn eigentlich mit so... also angenommen einer von den kleineren Stöpseln kommt jetzt zu dir und hat ein bestimmtes Problem, müssen wir ja jetzt nicht benennen das Problem.
00:10:24: Aber es ist eine Situation die einem halt ein bisschen näher geht.
00:10:27: wie geht man mit solchen Situationen um?
00:10:29: Weil wenn man die kleinen sag ich immer so klein sind
00:10:33: aber
00:10:34: wie geht mal mit so belastenden Situationen einfach um?
00:10:38: Ich glaube ganz viel macht einfach die Kommunikation im Team und untereinander.
00:10:43: Also bei der Jugendfeuerwehr natürlich immer ein Betreuerteam, dass wir uns zusammen hinsetzen und gucken hey was ist da gerade los?
00:10:50: hat jemand vielleicht eine Idee?
00:10:53: wie können wir vielleicht ein Stück weit entlasten?
00:10:55: Wie können wir ein Stück weiter unterstützen das es uns auch nicht so schwer fällt.
00:10:59: aber auch in Einsätzen ist das eigentlich das was man erlebt dass man sich nach dem Einsatz hinsitzt und vielleicht eine Cola trinkt, und einfach darüber spricht.
00:11:07: Und sagt in Ordnung das ist jetzt gerade... Vielleicht ist es doof gelaufen oder es war ein Dover-Einsatz einfach.
00:11:15: aber es hilft ganz viel das einfach so in einer Kameradschaft zu thematisieren, eine Cola zu trinken und dann ja so ein bisschen das Gewicht der Päckchen aufzuteilen.
00:11:25: also das ist doch schon Ja.
00:11:28: Hat man irgendwann Routine bei sowas?
00:11:32: Im Einsetzen generell Ja und nein.
00:11:38: Also ich stelle mir das jetzt
00:11:39: vor,
00:11:40: bitte korrigiere mich.
00:11:41: ganz wichtig!
00:11:42: Ihr habt natürlich schon so Schema F was ihr an Sachen sicherlich machen müsst wie meine wegen... Ich sag jetzt irgendwelche Sachen!
00:11:51: Korrigierst mich gleich bitte!
00:11:52: Ich muss gucken ob die Klappe auf ist wo der Wasserschloch rauskommt?
00:11:56: Ich muss den Wasserschlauch holen.
00:11:57: also ihr habt ja eure Routinen sicherlich die man abarbeiten muss.
00:12:01: aber hat man da wirklich
00:12:03: Routine?
00:12:04: Man hat Routine, man hat Routine nach dem was man lernt.
00:12:09: Nach den Feuerwehr-Dienstvorschriften die wir haben und die Routine üben wir auch und das üben ja immer wieder rein dass wir es auch nachts um drei immer noch abrufen können und dementsprechend gibt es eine Grundtanoir an Routine aber Es ist trotzdem nicht Schema F, würde ich sagen.
00:12:31: Natürlich haben wir diese Richtlinien mit denen wir arbeiten und an die wir uns auch halten aber jeder Einsatz ist anders Das Gebäude ist anders Die Menschen mit dem wir zu tun haben sind anders Und es braucht unterschiedliche Einsatztaktiken.
00:12:45: Ich glaube das ist so die Herausforderung des Ganzen Unsere gelernten Schematahe und Routinen auf die jeweilige Situation zu Münzen und zu gucken, okay was bedarf es gerade?
00:12:59: Müssen wir das vielleicht mit einem anderen Gerät öffnen bei einer Türöffnung weil das eine nicht funktioniert oder brauchen wie ein anderes Löschmittel.
00:13:08: Weil der Brand aufgrund von einer anderen Substanz entstanden ist?
00:13:11: also genau Wir haben Routine aber wir passen uns halt auch auf die jeweilige Lage an.
00:13:20: Manchmal sind es nicht die lautesten Geschichten die uns am meisten bewegen sondern die von Menschen die jeden Tag ihren Weg gehen Mit Mut, mit Leidenschaft.
00:13:28: Mit dem Wunsch dazu zu gehören und etwas zu bewirken.
00:13:31: Genau dafür stehen die Delme Werkstätten.
00:13:35: Hier finden Menschen mit Behinderung nicht nur Arbeit und Bildung sondern auch Gemeinschaft Unterstützung und die Chance
00:13:40: ihre Stärken
00:13:41: zu entfalten.
00:13:42: Tag für Tag entstehen dort Perspektiven Selbstvertrauen
00:13:45: und Erfolgsgeschichten die oft
00:13:46: im Verborgenen bleiben Und doch so viel bewegen.
00:13:49: Die Delme-Werkstättern
00:13:50: glauben daran dass jeder Mensch Talente hat die es wert sind gesehen zu werden Denn wahre Helden stehen nicht immer am Rampenlicht.
00:13:57: Manchmal arbeiten sie einfach jeden Tag von mehr Inklusion und Teilhabe in dieser Welt.
00:14:01: Mehr Infos unter delme-wfbm.de.
00:14:10: Also ich finde das wahnsinnig beeindruckend, weil es klingt halt für mich als komplett Außenstehende nach wahnsinn nicht viel Gehirnarbeit oder Hirnschmalz.
00:14:19: dass man ja wirklich dann an der Einsatzstelle ist glaube ich das Richtige geworden.
00:14:23: wirklich alles im Kopf einmal schnell runterratan muss keine Fehler machen da.
00:14:28: Das ist also ich finde es wirklich Wahnsinnig Beeindruckend.
00:14:30: Ich wüsste nicht, ob mein Gehirn so schnell schalten kann.
00:14:33: Bin ich auch ehrlich zu dir?
00:14:34: Aber lernt man das?
00:14:36: Also lernt mal...
00:14:36: Vor allen Dingen die Verantwortung trägt der Einsatzleiter und der Gruppenführer.
00:14:41: Die tragen die meiste Verantwortung und entscheiden auch über die Einsatztaktik Und in dem Rahmen wird dann auch gearbeitet.
00:14:52: Es gibt natürlich bei den Truppführern, die es dann gibt also ein Trupp besteht immer aus, also im meisten Fall noch zwei Gibt es dann auch nochmal Entscheidungen, die man treffen muss?
00:15:02: Beispielsweise als Atemschutz im Gebäude.
00:15:04: Der Gruppenführer kann nicht ins Gebäudegucken, sodass der Truppführer des Angrestruppsmann... ...sodass er dann die Entscheidung treffen muss aufgrund von Sachen, die gefunden wurden.
00:15:16: Sind da vielleicht Chemikalien?
00:15:17: Ist da vielleicht eine Person gefunden worden?
00:15:22: Aber die Hauptverantwortung trägt auf jeden Fall der Gruppenführer und entscheidet über die Einsatztaktik.
00:15:28: Wow!
00:15:29: Wahnsinn!
00:15:30: Aber ich hab dich ja gebeten, dass du mir was mitbringen solltest.
00:15:33: Somit du dauernd arbeitest bei der Firma.
00:15:36: Also egal ob Jungwartin oder halt im richtigen Einsatz in Asylungszeichen
00:15:41: als Übereinsatz,
00:15:42: solltest du mir etwas mitbringen?
00:15:43: Das hast du mir mitgebracht!
00:15:44: Ich habe ein Funke-Rät mitgebracht.
00:15:49: Genau!
00:15:50: Was macht man damit?
00:15:51: Funken.
00:15:51: Aber was macht ihr hauptsächlich
00:15:53: damit?
00:15:55: Im Einsatzfall ist das Funkgerät die... die Kommunikationsmethode an der Einsatzstelle, weil wir sind nicht immer in Reichweite und es ist unfassbar laut an einer Einsatzställe.
00:16:06: Also da läuft das Fahrzeug läuft, da laufen Pumpen, da laufen vielleicht einen Lüfter,
00:16:12: d.h.,
00:16:12: es ist super ein hoher Geräuschpegel.
00:16:16: D.h.
00:16:16: man kann sich auch nicht auf kurze Distanz irgendwie mal anschreien.
00:16:19: Dementsprechend läuft die ganze Kommunikation über das Funkgerät und so können alle mithören!
00:16:25: Das heißt, alle kriegen gerade mit was passiert ist.
00:16:28: Wo grade was benötigt wird etc.
00:16:31: Und dafür ist es so im Einsatzfall vor allen Dingen auch so.
00:16:35: besonders wichtig würde ich sagen Ist das Im Fall vom Atemschutz also für den Angriffstrupp wenn er im Gebäude ist dass der Gruppenführer weiß okay war passiert drinnen jetzt und Ja das ist so das
00:16:48: Sprache wirklich alle Bescheid das ist ja optimal.
00:16:51: eigentlich.
00:16:52: jeder von euch
00:16:52: hat dann so einen Jeder hat's nicht.
00:16:55: Ich wollte
00:16:55: gerade schon sagen, Mikrofon ist mein Job.
00:16:57: Funke-Rät?
00:16:58: Nee jeder hat es nicht!
00:17:01: Das haben immer die Truppführer und Gruppenführer- und Einsatzleiter.
00:17:05: Genau also dafür braucht man einen bestimmten Lehrgang dass man das Ding überhaupt benutzen kann, dass der Sprechfunk-Lehrgang... Dass man weiß wo darf ich drauf drücken oder sollte vielleicht auch nicht Spaß draufdrücken?
00:17:21: Genau, das heißt es wird so ein bisschen minimiert auf die wichtigsten Personen.
00:17:26: Das ist einfach nicht überläuft.
00:17:28: Ja also wo du das gerade sagst dass wo darf ich drauf drücken?
00:17:30: Wo darf ich nichts draufdrücken?
00:17:31: Da habe ich nämlich auch gerade gedacht zu ja ein Funkgerät mal eben bedienen!
00:17:34: Es wäre total easy.
00:17:35: aber wenn ich mir die ganzen Knöpfe da angucke weiß sich ganz genau dass ich da wahnsinnig viel kaputt
00:17:39: machen
00:17:40: kann.
00:17:40: und auf einmal kommt hier ein Hubschrauber angeflogen und dann hätten wir ein Problem.
00:17:44: So und etwa
00:17:47: Wir haben vorhin schon so ein kleines bisschen oder Wir lassen uns immer wieder so ein bisschen durchblicken, dass ja das Teamgefühl bei euch sehr wichtig ist oder?
00:17:55: Ich glaube das Team-Gefühl und die Kameradschaft sind eigentlich das A und O in dem Ganzen.
00:18:01: Also ohne Team würde das Ganze nicht funktionieren und da spreche ich gar nicht unbedingt nur von meiner eigenen Wehr sondern auch wenn unterschiedliche Feuerwehren zum gleichen Einsatz gerufen werden weil wir haben alle das gleiche Ziel.
00:18:16: Wir wollen entweder ein Feuer löschen oder eine eingetragte Person retten, es gibt so viele Einsatzszenarien.
00:18:25: Genau und es ist nicht nur in unserer Feuerwehr so dass das Teamgefühl einen hohen Stellenwert hat sondern auch das Team Gefühl mit allen Feuerwehren zusammen und also dass alle an einem Strang ziehen sodass wir das Einsatzziel im Endeffekt erreichen.
00:18:41: und mir persönlich ist das sowohl in der aktiven als auch bei Jugendfeuerwehr unfassbar wichtig, dass das läuft.
00:18:49: Wie fördert man mit der Jugendfeierwehr zum Beispiel dieses Teamgefühl und Kameradschaftlichkeit?
00:18:55: Wir machen ganz viel!
00:18:57: Also wir machen Teamsportarten, wir machen tatsächlich auch Teambuilding wo es dann wirklich Spiele sind oder irgendwelche Herausforderungen die sie meistern müssen Genau, aber ansonsten müssen meine Jugendlichen meistens als Gruppe zusammen etwas entscheiden oder die Wettkämpfe eigentlich auch bestreiten.
00:19:17: So dass es immer wieder gefragt wird
00:19:21: Ich hatte mir eigentlich das Thema Wettkämpfe für ein bisschen später aufgeschrieben Aber das war gerade so eine tolle Überleitung der gehen wir direkt rein.
00:19:28: Wir haben ja ganz am Anfang schon so ein kleines bis hin des thema wettkampf Ja getropped einfach.
00:19:34: Was passiert dann eigentlich bei diesem wettkämpfen bei der jugendfeuerwehr?
00:19:37: also wir haben unterschiedliche Wettbewerbe.
00:19:40: Wir haben einmal unsere FWDV-III, das ist die Feuerwehrdienstvorschrift III und es ist ein Löschangriff.
00:19:49: also da müssen die Jugendlichen wie in der Einsatzabteilung einen Lösch Angriff aufbauen.
00:19:55: sie müssen eine Wasserversorgung herstellen und müssen dann den Verteiler mit Wasser versorgen und müssen quasi ein imaginären Brand löschen.
00:20:05: genau das ist so unserer Haupt Unser Hauptwettbewerb, den wir machen.
00:20:11: Und da hat jeder dann auch die Aufgaben wie im Einsatz gefragt wären.
00:20:16: Genau und nebenbei spielen wir noch Schlagball, Volleyball, Indiakar, Völkerball...
00:20:20: Aber Indiaka?
00:20:22: Mein Gott das ist ja hundert Jahre her, dass ich das Wort gehört habe!
00:20:25: Wie toll!
00:20:26: Das ist immer noch gespielt für mich großartig.
00:20:28: Und wurde zu meiner Kindheit sehr viel gespielt.
00:20:31: Also die Kinder sind nicht so ... bei den Kids ist es nicht so beliebt, die Kids lieben Schlagball?
00:20:35: Ja okay!
00:20:36: Das ist
00:20:37: deren Sport.
00:20:38: aber ja... Es wird auch in Diago gespielt!
00:20:41: Ach toll, das ist wirklich noch gibtes abgefahren.
00:20:43: Naja, bei diesem Wettkämpfen klar wird dieses Szenario gemacht, aber du hattest eben gesagt, da gibt es noch einen Wettkampf.
00:20:53: Ja, es gibt ein zweiten Teil dazu, dass es im entfekten Staffel auf.
00:20:57: Ah ok
00:20:58: Genau, also die FEDV-Drei wird in zwei geteilt.
00:21:02: Einerseits der Löschangriff und andererseits der Staffelauf.
00:21:06: Dann nehmen sie in beiden Teilen zu neunte Teil und müssen dann in einer bestimmten Zeit einen Staffellauf absolvieren.
00:21:12: Und da sind so Herausforderungen Stationen eingebaut.
00:21:15: Da müssen Sie ganz schnell ein Schlauch zusammenrollen oder Sie müssen kuppeln und einen Knoten machen oder eine Leinwortel durch ein Ziel werfen oder sich auf einer Trage ganz schnell mit einem Gürtel, Helm und Handschuhen ausstatten.
00:21:28: Genau!
00:21:28: Und das gehört halt in diese ganze Zeit die da läuft mit rein... Ja, um
00:21:34: wer am schnellsten Wetter gewonnen hat?
00:21:35: Ja genau!
00:21:36: Wahnsinn!
00:21:37: Und da treten ja auch bei diesen Wettkämpfen.. Ich hab dann nämlich glaube ich bei uns in der Zeitung mal von gelesenes dieses wahnsinnig große Zeltlager gibt und da werden ja auch diese Wettkämpfe gemacht.
00:21:45: richtig und wer dann halt oder welches Team am schnellesten ist, hat dann gewonnen.
00:21:50: Ja, und am wenigsten Fehlerpunkte wäre auch noch ganz gut.
00:21:52: Also es gibt so ein Fehler-Katalog... ...und das muss auch alles in einer ganz bestimmten Form passieren.
00:21:59: Aber im Zeltlager werden alle Kategorien bei uns abgefragt also die FEDV III Indiaka Volleyball Schlagball Völkerball Bootswettbewerb.
00:22:11: Wir fahren auch nach Boot?
00:22:12: Cool!
00:22:14: Genau, das wird alles quasi an Punkten zusammengezählt.
00:22:19: Ja, dann wird geguckt wer am besten abgeschnitten hat.
00:22:21: Das klingt fast irgendwie wie so olympische Spiele
00:22:24: der Feuerwehr!
00:22:25: Man kann das gut vergleichen.
00:22:27: Also es sind ja wirklich mehrere Kategorien.
00:22:29: hieran machen muss es sehr warm sein?
00:22:30: Genau.
00:22:31: Welchen Platz habt ihr beim letzten Mal erreicht?
00:22:34: Okay sprechen wir nicht mehr.
00:22:35: Gehen
00:22:36: wir ganz schnell
00:22:36: weiter.
00:22:37: Daniel ich habe noch mal vielleicht ein bisschen wie soll man sagen... Ein bisschen kritischere das Thema, ohne bis jetzt böse zu meinen oder irgendwem anzuschreiben.
00:22:46: Also bitte fühlt euch da draußen nicht die Triggheit aber die Feuerwehr ist ja immer noch eine Männerdomäne.
00:22:52: Das ist richtig!
00:22:52: Wie ist das für dich als Frau?
00:22:55: Die Feuerwehr isst ne Männerdomäne und wird wahrscheinlich auch noch viele Jahre ne Männerdomän bleiben.
00:23:02: Auf der anderen Seite gehören Frauen einfach in die Feuerwehr.
00:23:05: Und das Bild hat sich in den letzten Jahren unfassbar gewandelt, sodass immer mehr Frauen tatsächlich Teil der Einsatzabteilung sind mit zu Einsätzen fahren unterschiedliche... Lehrgänge besuchen, also auch Frauen sind Artenschutzgeräteträger.
00:23:23: Auch Frauen gehen in brennende Gebäude und rocken das genauso gut wie die Männer.
00:23:28: Und auch Frauen haben Führungsposition bei uns inne.
00:23:32: Das heißt, in den letzten Jahren hat sich unfassbar viel getan was ich super finde und man sieht es auf jeden Fall auch an der Jugendarbeit Weil ich hab fast dreißig Kids und ein Drittel davon sind Mädchen.
00:23:46: Ach
00:23:46: schön!
00:23:47: Genau, also wir haben einen absolut hohen Zuwachs an Mädchen Und das geht allen Feuerwehren so.
00:23:55: Ich glaube im ganzen Landkreis sogar, dass immer mehr Mädchen sagen Ja, Feuerwehr ist ein Hobby für mich.
00:24:00: Geil.
00:24:01: Genau auf der anderen Seite.
00:24:07: Das geht aber nicht nur an Frauen sondern auch an junge Kameraden und Personen, die einfach schüchtern sind.
00:24:15: Manchmal muss man sich in der Feuerwehr durchsetzen.
00:24:17: das gehört irgendwie so zu unserem täglichen Brot dazu Und ich würde allen jungen Frauen Ich wird allen schüchternden Personen und allen generell jungen Kameraden raten traut euch gerade in Übungsdiensten Traut euch probiert es aus macht Fehler und lernt draus auch wenn's nicht so gut läuft wie die bereits erfahrenen Kamer bei den auch wenn es nicht so gut läuft wie bei den erfahrenen Kameraden.
00:24:45: Aber ich finde das immer unfassbar wichtig, dass die Personen sich trauen und es ausprobieren und ihre Fehler machen dürfen weil... Ich glaube, das merkt man einfach im Laufe der Einsatzjahre auch.
00:24:57: Ein Fehler dem man gemacht hat macht man nicht noch ein zweites Mal.
00:25:01: Es geht ganz vielen so!
00:25:03: Ich hatte das in einer Einsatzübung.
00:25:06: da sagte mein Gruppenführer mir so du wärst jetzt gestorben Das ist mir im Leben nie wieder passiert, dass ich das nicht gesehen habe oder meinen Umfeld so wenig im Blick gehabt habe.
00:25:18: Da war ich auch noch ganz... Oder noch jünger und auch noch nicht so erfahren.
00:25:23: Aber es bleibt schleben irgendwo
00:25:24: mit der Kopf.
00:25:25: Das wird dir hundertprozentig nie wieder
00:25:26: passen Genau!
00:25:27: Das passiert mir nie wieder Und deswegen bin ich immer ganz offen dafür Macht in Einsatzdiensten und in Übungsdienste macht die Fehler probiert euch aus und sagt So, Ich mach' das jetzt und wenn's länger dauert dann dauerts eben länger
00:25:39: dann ist es so.
00:25:40: Ja, und wir haben ja eben auch schon darüber gesprochen die Kameradschaft du wirst dir auch aufgefangen wenn du Fehler machst sicherlich.
00:25:46: also das sind ja deine Kameradinnen und Kameraden sind ja dafür da um dir halt auch ein bisschen Halt zu geben oder?
00:25:53: Ja doch!
00:25:53: Und man hat auch seine Freunde da.
00:25:56: also man verbringt unfassbar viel Zeit bei Erfeuerungen.
00:26:00: Man könnte jetzt davon ausgehen okay man geht zu den Einsätzen und zu den Übungsdiensten die man hat aber es ist unfassbare viel Zeit man doch bei Erfäuerwerfer verbringen kann Und man hat da seine Freundin.
00:26:11: Man hat einen zweiten Lebensmittelpunkt und ich würde sagen, es ist ein Stück weit auch eine zweite Familie.
00:26:18: Ja, das klingt so toll!
00:26:22: Wie gesagt, ich wollte einfach nur ein bisschen darüber sprechen oder ein bisschen hinaus... Darauf hinaus, dass halt vielleicht ein paar Frauen sich mehr motiviert führen.
00:26:31: Jetzt sich mal trauen zur Feuerwehr zu gehen weil es ist nichts Schlimmes im Gegenteil Es ist was Tolles.
00:26:36: deswegen bist du ja auch als meine stille Heldin heute hier sonst hätten wir dich ja nicht eingeladen.
00:26:42: Denkst Du Ehrenamtliche Arbeit wird bei uns genug geschätzt?
00:26:50: Also ich glaube im Fall der Feuerwehr ist das so.
00:26:55: Ich meine Es freut sich niemand, wenn die Feuerwehr anrücken muss.
00:26:59: Wir kommen in den seltensten Fällen zu schönen Szenarien.
00:27:04: Das kann von klein eine Katze, die man retten muss bis Großbrände Verkehrsunfälle kann das alles sein.
00:27:13: aber das Danke ist im Endeffekt meistens sehr groß.
00:27:16: also Die Leute freuen sich dass wir kommen dass wir helfen dass wir so schnell helfen und Dass auch so viele kommen.
00:27:24: also es werden ja ganz oft Mehrere Feuerwehren alarmiert, die dann zusammen zu einem Platz rücken.
00:27:29: Und genau es geht uns in der Arbeit gar nicht um das Danke was wir bekommen.
00:27:36: Wir wollen etwas Gutes tun, wir wollen den Menschen helfen, die die Unterstützung einfach brauchen.
00:27:43: Aber es gibt meistens ein danke und Es freut uns sehr.
00:27:47: Also es kommt immer gut bei uns an und wir freuen uns tierisch darüber wenn wir sehen, okay unsere Arbeit wird wertgeschätzt und die Leute haben sich wirklich darüber gefreut dass wir da gewesen sind.
00:27:58: Was würde denn viele Menschen überraschen, wenn sie eure Arbeit sehen würden?
00:28:02: Weil es steckt einfach so viel dahinter.
00:28:08: Ich glaube das muss man ein bisschen teilen in Jung- und Alt glaub ich.
00:28:15: Ich mache das öfteren Führung von Klassen und zeige den unser Gerätehaus Und ich habe ganz oft Klassen, also von fünf bis sechs, sieben in der Altersstufe, die denen ich dann zeige was wir alles mitschleppen.
00:28:34: Also was nehmen wir bei einem anderes Trubb eigentlich mit?
00:28:42: Wir sind ganz überrascht darüber wie viele Kilos wir eigentlich neben unserem eigenen Körpergewicht noch mitnehmen und ich hatte ein Mädchen mal vor einiger Zeit, die mich ganz entsetzt gefragt hat.
00:28:56: Musst du das als Frau
00:28:57: auch tragen?
00:29:00: Und ich hab gesagt ja, ich nehme das auch und ich geb das nicht alles an meinen Kameraden ab und...
00:29:06: Dann kannst Du mal kurz halten!
00:29:08: Wir tragen viel und ich glaube dass würde junge Leute überraschen und ich glaub ältere Leute würden überraschnen wie viel Zeit wir im Endeffekt bei der Feuerwehr verbringen.
00:29:18: Also was kommt neben Einsätzen, neben den regulären Gruppendiensten?
00:29:23: Was kommt noch dazu?
00:29:25: Das sind Fachdienste!
00:29:26: Bei mir sind das solche Sachen wie Jugendfeuerwehr – das können aber auch andere Gruppen sein wie die Gefahrgutstaffel, die sich immer wieder treffen, aber auch Events sei es so etwas wie ein Osterfeuer, was organisiert wird oder einen Tag der offenen Tür und im Hintergrund passiert superviel Arbeit Super viel Gedanken, super viel Planung mit größeren Events und ich glaube das ist die meisten gar nicht so bewusst was da noch alles hintersteckt.
00:29:53: Das denke ich auch.
00:29:53: also ich meine ich bin im Schützenverein und die Feuerwehr begleitet unseren Schützenzug nämlich auch immer und die müssen ja wirklich jede einzelne Kreuzung überall immer wieder absperren.
00:30:03: So und dann dieses Koordin... Also es ist Es ist im Bassem, kein großer Ort.
00:30:07: Das sind nicht so viele Kreuzungen.
00:30:09: Aber es muss ja überall jemandem stehen und dann flitzen die wieder wie die Wahnsinnigen an uns vorbei, weil die nächste Kreuzung kommt schon.
00:30:16: Auch sowas gehört dazu!
00:30:18: Ich hoffe du musst dich nicht um was langweiliges kümmern.
00:30:20: Bleib bitte bei den Zwergen und kümmer dich lieber um die Jugendlichen.
00:30:23: Das macht deutlich mehr Spaß.
00:30:26: Und das ist der Kern einfach?
00:30:31: Und bei Jugendarbeit ... Die Jugendlichen liegen mir so am Herzen.
00:30:38: Sie wissen das auch, sie rauben mir manchmal den letzten Nerv.
00:30:42: Ja gut!
00:30:44: Okay ist da ein Jugendliche?
00:30:45: Genau es sind neunundzwanzig Kids von zehn bis achtzehn ist alles dabei.
00:30:50: Da ist es normal dass sie mit manchmal den Letzten Nerven rauben aber ich habe sie unfassbar gern.
00:30:55: Es ist eine absolut engagierte Truppe wir haben Bock die haben Spaß die gestalten mit.
00:31:02: also sie sind auch wirklich darauf aus ihre Jugendfeuerwehrzeit selber mitzugestalten und ich finde es unfassbar schön.
00:31:08: Also das macht mir unfassber viel Spaß, mein Betreuerteam auch welches auch wundervoll ist.
00:31:15: also wir haben ein tolles Betreuerteam und ich glaube dass so das eine Puzzleteil was ins andere greift Es ist nicht der eine Punkt sondern das ganze zusammengehörige.
00:31:30: Also ich glaube, diese Motivation die von den Jugendlichen dann zurückkommt ist ja auch einfach ein wahnsinniger Ritterschlag für dich oder?
00:31:36: Also wenn du merkst dass die ganzen Mausis da egal von welchem Allgäuer sie einfach gerne zu euch kommen und gerne mit euch Spaß haben.
00:31:43: Und gerne die Wettkämpfe hoffentlich bald im nächsten Jahr gewinnen!
00:31:48: Oder dieses Jahr müsst ihr noch
00:31:49: ins Zelt lager müssen wir noch.
00:31:50: das steht doch vor
00:31:50: der Tür.
00:31:52: Das heißt wir drücken jetzt alle ganz fleißig die Daumen für euch.
00:31:56: aber weißt Du was?
00:31:57: Wir beiden sind fast schon fertig.
00:31:59: Ich habe nur noch eine einzige Frage an dich!
00:32:01: Eine Einzige, die ist auch ein bisschen persönlicher.
00:32:05: Denn ich würde gern wissen wer es denn dein persönlicher Held oder Helden?
00:32:15: Das ist unfassbar schwierig...
00:32:19: Ich weiß dafür bin nicht wie gesagt bekannt und das mögen die meisten Leute auch nicht so.
00:32:23: aber, das sind gute Fragen.
00:32:28: Ich glaube, das hat mich auch in vielen Jahren
00:32:30: keiner
00:32:30: mehr gefragt wer
00:32:31: mein Held
00:32:32: ist.
00:32:35: Ich mag es nicht antworten weil ich aufgenommen werde Aber eigentlich hat sich so über die Jahre nichts verändert und Es war auch das erste was mir im Kopf geschossen ist und ich habe darüber nachgedacht.
00:32:48: Nein, aber im Endeffekt ist meine Helde meine große Schwester
00:32:54: Schön.
00:32:55: Das muss ich gar nicht wissen, danke schön!
00:32:57: Wenn du möchtest, kannst du es begründen?
00:32:59: Musst du aber natürlich
00:33:00: auch.
00:33:00: Ich lasse das so stehen.
00:33:01: Es ist ein schönes letztes Wort.
00:33:02: Vielen vielen Dank.
00:33:03: Vielen, vielen Dank lieber Darlene, dass Sie bei uns hier im Studio waren, dass wir den Videopodcast mit dir aufnehmen konnten.
00:33:08: An euch liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, muss ich ja jetzt sagen, ist dein Video-Podcast.
00:33:13: Vielen viel Dank, dass ihr eingeschaltet habt und bis zum nächsten
00:33:25: Mal.
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